Von der gesetzlichen Vorgabe zur Umsetzung in der Dienststelle
Das Onlinezugangsgesetz (OZG) steht für einen tiefgreifenden Wandel in der Verwaltung: Leistungen sollen für die Bürger digital, nutzerfreundlich und medienbruchfrei angeboten werden – vom Antrag bis zur Entscheidung. Damit verbunden sind Veränderungen in Prozessen, Zuständigkeiten und Arbeitsorganisation. Für Personalräte stellt sich deshalb die Frage: Wie kann Digitalisierung so gestaltet werden, dass Beschäftigte entlastet, Qualifizierung gesichert und Schutzrechte gewahrt werden?
Im Workshop vermitteln wir einen verständlichen Überblick über die Zielsetzung und die aktuelle Umsetzungslogik des OZG. Im Mittelpunkt steht die praktische Einordnung: Welche Auswirkungen haben OZG-Vorhaben in der Dienststelle – und an welchen Stellen ist Mitbestimmung besonders relevant? Gemeinsam betrachten wir typische Projektsituationen (Portale, Fachverfahren, Workflow-Lösungen, Schnittstellen, E-Akte/Serviceprozesse) und leiten daraus einen praxistauglichen Prüf- und Handlungsrahmen für euch ab.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Themen Arbeitsorganisation, Qualifizierung, Datenschutz/IT sowie auf der Frage, wie Transparenz- und Steuerungsinstrumente so geregelt werden können, dass keine unzulässige Leistungs- oder Verhaltenskontrolle entsteht.
Für wen ist der Workshop geeignet?
Workshop für Personalräte
(optional auch JAV/SBV und weitere Interessenvertretungen).
Umfang
1-Tages-Workshop: 8 bis 16 Uhr
Termine & Kosten:
auf Anfrage / Inhouse möglich
Inhalte (Schwerpunkte)
- OZG kompakt: Zielsetzung, Begriffe, aktuelle Umsetzung in Bund/Ländern/Kommunen
- Von der Leistung zum Prozess: Ende-zu-Ende-Abläufe, Schnittstellen, Medienbrüche, Zuständigkeiten
- Auswirkungen auf Beschäftigte: Aufgabenveränderungen, Belastungen, neue Rollen, Kompetenzanforderungen
- Mitbestimmung in Digitalprojekten: typische Anlässe, Unterlagenanforderung, Beteiligung „frühzeitig und wirksam“
- Datenschutz & IT-Sicherheit: Schutzdimensionen, Protokollierung, Berechtigungskonzepte
- Regelungs- und Gestaltungspraxis: Checkliste, Fragenkatalog, Bausteine für Dienstvereinbarungen
- Transfer: nächste Schritte im eigenen Haus